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Das Programm

Die ausgewogene Verbindung von Gesang, Sprecherziehung, Szenischem Unterricht und Korrepetition ist das Kennzeichen der PGSB. Erstrebt wird eine integrierte Ausbildung mit individueller Gewichtung nach Interessenlage des Schülers. Es ist möglich, gezielt nur die Fächer zu belegen, in denen Schwachpunkte oder Nachholbedarf vorhanden sind. Die Schule ist also auch als Ergänzung für Profis, die bereits im Beruf stehen, geeignet.

Gegenüber dem herkömmlichen Privatunterricht bietet die PGSB den Vorteil einer inhaltlich aufeinander bezogenen Ausbildung mit engem Kontakt der Lehrer untereinander. Der Schüler wird intensiv begleitet (Simulationstraining von Prüfungssituationen).

Das integrierte Programm der Schule kann entweder als einjährige Vorbereitung auf eine Aufnahmeprüfung an einer Staatlichen Hochschule dienen oder als privates Studium absolviert werden, das nach vier bis fünf Jahren zur Bühnenreife mit extern abgelegtem Examina an einer Hochschule führt. Die dafür nötigen Theoriefächer können extern an einer Berliner Hochschule belegt werden.

Teilprogramme der PGSB sind als ergänzende Ausbildung für Chorsänger, Pädagogen und Tänzer, auch aus dem Musicalbereich, konzipiert. Bei konkreten beruflichen Anforderungen, z.B. für professionelle Sprecher, Universitätslehrkräfte und Führungskräfte, werden die Unterrichtsziele, Dauer und Umfang individuell mit den Lehrern erstellt.

Das Rahmenprogramm

PGSB ist ein Rahmenprogramm. Er enthält keine Übersicht über das gesamte Unterrichtsgeschehen und nicht alle Details für die Ausbildung. Der Unterricht findet als Einzel-, aber auch als Gruppenunterricht statt. Präzisierungen des Unterrichts sind im Lehrplan fixiert. An Wissen und Können werden nachfolgende Anforderungen an Schüler, die die PGSB besuchen wollen, gestellt:

      1. ausgeprägtes musikalisches - gesangliches Ausdrucksvermögen,

      2. gesunde Sprech- und Gesangsstimme (ärztliches Gutachten),

      3. geistige Beweglichkeit - Bildungsbereitschaft,

      4. bildungsfähiges Gehör, rhythmische Veranlagung,

      5. Übereinstimmung von Stimmcharakter und äußerer Erscheinung.

Die Bewerber werden auf ihre Eignung geprüft. Sie sollten mit gutem Ergebnis bestehen. Von ihnen wird verlangt:

      • auswendiges Vortragen eines leichten Volks- oder Kunstliedes,

      • auswendiges Vortragen einer leichten Opern- oder Oratorienarie,

      • auswendiges Vortragen eines Gedichtes oder Prosatextes,

      • günstig wäre es, wenn Fertigkeiten im Klavierspielen vorhanden wären,

      • günstig wäre es, wenn Kenntnisse in musiktheoretischer Elementarlehre (Tonleitern, Intervalle, Dreiklänge, Kadenzen) vorhanden wären.

Lehrplan

    1. Gesang

    2. Dem Schüler der PGSB werden auf der Grundlage der Martienßen-Lohmann-Methode sowie eigener langjähriger Berufserfahrungen die technischen Gesangsgrundlagen vermittelt. Die wichtigsten Punkte des Unterrichts der PGSB im stimmtechnischen Bereich sind folgende:

      • Tadellose Atemführung,

      • Sauberkeit und Präzision des Vokaleinsatzes wie der Gesamtintonation,

      • Beherrschung der Stärkegrade und der An- und Abschwellfähigkeit,

      • Klare Artikulation,

      • Vokalausgleich, d. h. Einheitlichkeit der Vokalfarben untereinander bei dennoch absolut reiner Vokalbildung,

      • Resonanz, Schallkraft und Tragfähigkeit der Stimme,

      • Einheitlichkeit der verschiedenen Stimmlagen in bezug auf das Timbre,

      • Ruhe des Tones und der Linie,

      • Tempo- und Koloraturgeschicklichkeit,

      • Technische Beherrschung der Phrasierungsarten Legato, Martellato und Staccato.

      Das Unterrichtsziel im ersten Jahr an der PGSB , welches mit einer Prüfung abgeschlossen wird, ist: je ein Lied des 18. - 19. und 20. Jahrhunderts, eine leichte Opern- oder Oratorienarie nach freier Wahl. Es kann auch eine im dramatischen Unterricht erarbeitete Szene sein.

    3. Szenisch-dramatischer Unterricht

    4. Die PGSB erachtet diesen Unterricht als wichtiges Fach ihres Ausbildungsprogrammes, um die Komplexität zwischen Gesang und szenischer Gestaltung auf der Bühne deutlich zu machen. Die einzelnen Unterrichtsziele entnehmen Sie bitte dieser Konzeption.

    5. Sprecherziehung

    6. Die Konzentration dieses Unterrichtsfachs wird auf Atmungs-, Stimm- und Artikulationstechnik gerichtet.

Methode der Sprecherziehung

Unsere Methode der Sprecherziehung bezieht den ganzen Menschen in seiner Persönlichkeit ein und schult den sinngebundenen sprecherisch-sprachlichen Gesamtausdruck und bietet so die Gewähr für die Anwendung der technischen Fertigkeiten in der sprecherischen Praxis (sowohl im Beruf wie im Alltag).

      Wichtige Grundgesetze des Sprechens:

      • Natürliche Körperhaltung,

      • Natürliche Ausgewogenheit von Spannung und Entspannung,

      • Kombinierte Atmung (Zwerchfell und Rippenatmung),

      • Weite Resonanzräume,

      • Kehlkopf in natürlicher Tiefstellung,

      • Ausschöpfende Bewegung der Sprechwerkzeuge (Lippen, Zunge, Unterkiefer),

      • Indifferenzlage - keine Unter- und keine Überschreitung der Indifferenzlage,

      • Geschultes Gehör,

      • Sprechen nicht ohne Hörer und Raumbezug.

Korrepetition

Dieses Fach schließt das Ausbildungsprogramm der PGSB sinnvoll ab. Hier wird die Literatur am Klavier musikalisch erarbeitet, die später im Hauptfach Gesang und im szenisch-dramatischen Unterricht behandelt wird. Er setzt, wie die vorhergenannten Fächer, langjährige Erfahrung und hohe Professionalität voraus.

Der Unterricht

Das Schuljahr dauert zwölf Monate (bei 36 Unterrichtswochen) im Rhythmus der Unterrichtszeiten der Hochschulen, individuelle Regelungen ausgenommen. Einzelunterricht wird in den Privatstudios der Lehrer abgehalten, szenischer Unterricht findet in Gruppen statt. Die Aufnahme in die PGSB erfolgt nach einer Eingangsprüfung; im Verlaufe der Ausbildung finden Zwischenprüfungen statt. Das Wochenprogramm umfasst eine Stunde Hauptfach Gesang á 60 min., eine Stunde Hauptfach Sprecherziehung á 45 min., eine Stunde Korrepetition á 45 min. und zweiwöchentlichen szenischen Unterricht in Gruppen (ab vier Teilnehmer) á 90 min.  Zusätzlicher Einzel-Klavierunterricht kann vermittelt werden.

Schlussbetrachtung

Die PGSB mit ihren vier Unterrichtsfächern ist ein sehr interessantes Angebot. Sie bereichert das Spektrum der künstlerischen Ausbildung. Wir sind überzeugt, daß sie sehr gute Chancen hat, sich in Berlin und Brandenburg zu etablieren.